Beslan Kabertay aus Syrien und Rainer Matthes aus Erkner haben sich im September kennengelernt und treffen sich seitdem ungefähr alle zwei Wochen. Beslan möchte gerne eine Käserei gründen, um Biokäse zu produzieren. Beslan, aus Damaskus nach Deutschland gekommen, gehört in Syrien der tscherkessischen Minderheit an, einer Volksgruppe aus dem nördlichen Kaukasus.

Firma: Käserei

Rechtsform: n.n.

Name: Beslan Kabertay
Alter: 26
Nationalität: Syrer (Damaskus)

Aufenthaltsdauer in Deutschland: 2 Jahre
Beruf in der Heimat: Gründer einer Käserei, IT und Marketing Fachmann

Tscherkessischer Käse ist in Syrien eine beliebte Spezialität; den möchte er hier für andere Geflüchtete und alle Menschen, die gern Bioprodukte essen, herstellen. Rainer Matthes hat einmal selbst eine Unternehmensberatung gegründet und ist inzwischen pensioniert. Lange schon ehrenamtlich aktiv, möchte er als Mentor gern sein Wissen als Geschäftsmann an Beslan weitergeben.

3 Fragen, 3 Antworten

WJD: In welcher Phase in der Gründung befindest du dich?

Beslan Kabertay: Die Marktforschung habe ich so gut wie abgeschlossen. Ich war in über 50 verschiedenen Geschäften, die Käse anbieten und habe verschiedene Menschen zu meiner Idee befragt. Meine Zielgruppe sind Menschen, die Bioprodukte kaufen, mit Migrationshintergrund oder ohne. Ich will tscherkessischen Käse produzieren –  das ist eine Spezialität aus dem Nahen Osten und selbst in Berlin ein Nischenprodukt.

WJD: Was sind besondere Schwierigkeiten oder Herausforderungen bei der Gründung, wenn ja welche?

Beslan Kabertay: Es ist nicht einfach für mich, die vielen Regelungen zu verstehen, die es in Deutschland gibt, wenn man Lebensmittel produzieren will. Aber ich habe jetzt schon einen Hygiene- und Gesundheitspass beantragt. Rainer hilft mir beim Verfassen von Anträgen.

Beslan war mit seiner Idee bei FluxFM. Hört Euch hier den Beitrag an!

WJD: Rainer, was macht deinen Mentee, das Vorhaben oder die Arbeit mit ihm so besonders?

Rainer Matthes: Beslan hat einen enorm hohen Leistungswillen und es ist toll, dass er so gut deutsch spricht. Am liebsten würde er sofort mit der Produktion beginnen! Er hat extra für mich einmal Käse zur Verkostung hergestellt. An die strengen Lebensmittelvorschriften, die es in Deutschland gibt, muss er sich natürlich halten, wenn er seine Käserei eröffnet.

 

 

 

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