Salma Al Armachi und ihr Sohn Fadi Zaim hatten es nicht einfach: Salma kam vor fünf Jahren aus Syrien nach Berlin. Es dauerte ein Jahr, bis ihr Sohn über ein UN-Programm ein Sondervisum für Deutschland erhielt. In der alten Heimat hat Salma ehrenamtlich für arme Menschen und Waisenkinder gekocht, weil sie schon immer gerne Essen zubereitete. Das Ehrenamt haben Mutter und Sohn in Deutschland zu einem Startup gemacht.

Firma: Jasmin Catering

Gesellschaftsform: GbR
Branche: Gastronomie, Catering
Gründerin: Salma Al Armachi (51 Jahre) und Fadi Zaim (29 Jahre)
Gründungsjahr: 2017
Gründungsort: Berlin
Mitarbeiter: zwei
Niederlassungen: Berlin
Facebook: https://www.facebook.com/JasminCatering.Berlin/

 

 

Der Traum hinter dem Projekt

Jasmin Catering möchte nicht nur Menschen leckeres Essen bringen sondern auch ein Stück syrische Kultur. Und damit zeigen, dass das Bild nicht stimmt, das in den Medien oft über Geflüchtete verbreitet wird.

3 Fragen, 3 Antworten

WJD: Wie finanzieren Sie sich und Ihr Unternehmen?

Al Armachi: Wir haben mit Null angefangen. In der ersten Zeit haben wir alles selber bezahlt, aber als unser Unternehmen dann größer wurde und wir eine Küche mieten mussten, da haben wir einen Kredit aufgenommen. Wir müssen das Essen ja auch ansprechend servieren, und eine solche professionelle Ausrüstung ist nicht ganz billig. Gute Qualität muss auch gut aussehen!

 

WJD: Wie erreichen Sie Ihre Kunden in einem so schwierigen Markt wie Berlin?

Zaim: Die meisten Kunden gewinnen wir über Netzwerke. Wir haben zu Anfang für die Abschlussparty der Redi-School das Catering geliefert. Viele Lehrer dort arbeiten auch in der IT-Branche, und so sind wir recht schnell in vielen Unternehmen bekannt geworden. Connections sind in unserer Branche sehr wichtig!

WJD: Gastronomie unterliegt in Deutschland strengen Regeln. Sind die für Sie nachvollziehbar?

Zaim: Ja. Am Anfang ist das natürlich alles sehr kompliziert und schwierig – aber wenn man das System verstanden hat, dann macht es Sinn. Das ist eines der schönen Dinge an Deutschland: Es ist alles so strukturiert. Am Ende ist es immer gut.

 

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